Zwei Gipfel der Offenbarung Gottes
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Zwei Gipfel der Offenbarung Gottes

Bildmeditation

Der erste Berg ist erfüllt von Licht.
Jesus zwischen Mose und Elija.
Die Jünger machen eine Gotteserfahrung,
die sie festhalten möchten.

Jesus geht von diesem Berg wieder hinab.

Der zweite Berg ist dunkel.
Nicht blendendes Licht erfüllt ihn, sondern ein Himmel, der sich verdunkelt.
Nicht Jubel erklingt,
sondern Spott und Schmerz.
Nicht ein strahlendes Gewand,
sondern ein verwundeter Leib.
Und doch ist auch dieser Berg
ein Ort der Gottesoffenbarung.

Denn Gottes Herrlichkeit
zeigt sich nicht nur im Glanz,
sondern auch in der Liebe,
die sich hingibt mit allen Konsequenzen.
Auf dem Berg der Verklärung
leuchtet Gottes Wesen auf.
Auf Golgota wird sein Wesen sichtbar:
ER ist Liebe, die niemanden verlässt,
die bis zum Letzten mitgeht.

Der erste Berg öffnet die Augen
für die Herrlichkeit Gottes.
Der zweite öffnet das Herz
für die Tiefe seiner Liebe.

Beide Berge gehören zusammen.
Wer nur auf den Berg des Lichtes schaut,
sieht nicht, wie weit Gottes Liebe geht.
Wer nur auf den Berg des Kreuzes blickt,
sieht nicht, dass das Kreuz nicht das Ende,
sondern der Weg zur Verherrlichung ist.

Jesus führt seine Jünger
von einem Berg zum anderen.
Von der Verklärung zur Totalhingabe.
Vom Licht durch die Dunkelheit.
Vom Kreuz zur Auferstehung.

Auch unser Leben kennt beide Berge.
Es kennt Augenblicke
voller Glückselikeit,
in denen Gott ganz nahe scheint.
Und es kennt Zeiten der Last,
in denen wir seine Nähe
kaum spüren.

Die Botschaft dieses Bildes lautet:
Auf beiden Bergen offenbart sich Gott.
Im strahlenden Licht sagt er:
'Das ist mein geliebter Sohn -
auf ihn sollt ihr hören.'
Am Kreuz sagt er:
'So sehr habe ich die Welt geliebt,
dass ich meinen Sohn hingab.'

Zwischen diesen beiden Bergen
führt der Weg unseres Glaubens -
der Weg, den Christus gegangen ist,
der Weg, auf dem Christus uns begleitet,
bis auch wir einst das Licht sehen,
das keine Dunkelheit mehr kennt.