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Sauerteig des Himmels oder: Bis die Liebe Gottes alles in allem und in allen ist - Bildmeditation
Text: Mattäusevangelium 13, 33 - Übersetzung: Hoffnung für alle
33 Und auch das folgende Gleichnis erzählte Jesus: 'Man kann Gottes himmlisches Reich mit einem Sauerteig vergleichen, den eine Frau zum Brotbacken nimmt. Obwohl sie nur wenig davon unter eine große Menge Mehl mischt, ist am Ende alles durchsäuert.'
Bildmeditation
Man sieht eine Frau, die Teig knetet.
Es ist eine alltägliche Szene.
Nichts Spektakuläres. Kein Wunder.
Kein Lärm. Kein großes Ereignis.
Nur Hände im Brotteig.
Geduld. Arbeit. Vertrauen.
Neben ihr sehen wir den Teig selbst.
Zuerst wird der Sauerteig
in das Mehl hineingearbeitet.
Er ist klein, fast unscheinbar.
Man könnte ihn leicht übersehen.
Doch sobald er im Teig ist,
beginnt etwas Unsichtbares zu wirken.
Der Teig verändert sich von innen her.
Die Kraft des Sauerteigs ist nicht laut.
Er arbeitet im Verborgenen.
Langsam.
Geduldig.
Unaufhaltsam.
Schließlich sehen wir den Teig aufgehen.
Er wird größer, lebendig,
voller Luft und Bewegung.
Was vorher ein schwerer, dichter Teig war,
wird leicht und durchdrungen von Leben.
So, sagt Jesus, wirkt die Liebe Gottes.
Sie beginnt unscheinbar -
wie ein wenig Sauerteig.
Vielleicht in einem kleinen Akt der Güte.
In einem offenen Herzen.
In einem Menschen, der zuhört
und sich einfühlt statt zu urteilen.
In einem Wort, das tröstet.
In einer Hand, die hilft.
Von außen sieht man oft kaum etwas.
Aber innen beginnt etwas zu arbeiten.
Gottes Liebe wirkt nicht mit Gewalt.
Sie zwingt niemanden.
Sie durchdringt langsam das Herz des Menschen -
so wie der Sauerteig den ganzen Teig durchdringt.
Und irgendwann geschieht das Wunder:
Das Leben wird verwandelt.
Ein Herz verändert sich.
Ein Mensch beginnt anders zu denken.
Ein kleines Stück Güte
wird zum Anfang einer großen Bewegung.
So wächst das Reich Gottes -
still, verborgen, geduldig.
Wie Sauerteig im Teig.
Bis die Liebe Gottes alles in allem
und in allen ist.