Schatz im Acker und kostbare Perle
Schatz im Acker und kostbare Perle

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Der größte Schatz - Bildmeditation

Text: Matthäusevangelium 13, 44-46 - Einheitsübersetzung neu

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.

Bildmeditation

Da kniet einer im Acker
mit Erde an den Händen,
mit Schweiß im Gesicht,
mit Staunen im Herzen.
Er hat mehr gefunden,
als er je gesucht hat.

Da sitzt einer am Tisch,
prüfend, suchend, erfahren.
Er hat vieles gesehen,
vieles in der Hand gewogen,
vieles beurteilt.
Doch nun hält er etwas,
das alles andere übertrifft.

Zwei Bilder.
Zwei Menschen.
Zwei Entdeckungen.
Und doch eine einzige Wahrheit:
Es gibt einen Schatz,
gegen den alles andere klein wird.

Viele Menschen
suchen ein Leben lang.
Sie suchen Sicherheit,
Anerkennung,
Erfolg,
Besitz,
Schönheit,
Wissen,
Einfluss,
Macht,
Reichtum.
Und vieles davon hat seinen Wert.
Aber nichts davon
kann das Herz ganz still machen.
Nichts davon
kann die tiefe Sehnsucht des Menschen
ganz erfüllen.

Der größte Schatz
st nicht Gold.
Er ist nicht Silber.
Er ist nicht
die kostbare Perle in der Hand.
Der größte Schatz
ist Gott.

Wer entdeckt,
dass Gott nicht kalt und fern ist,
nicht hart und fordernd,
nicht kleinlich und strafend,
sondern der mütterlich und väterlich ewig Liebende,
der Gott der unendlichen Gnade,
der Güte,
der Barmherzigkeit,
der zärtlichen Nähe,
der hat mehr gefunden
als alles, was diese Welt geben kann.

Wer diesen Gott in sein Herz nimmt,
wer ihm vertraut
mit dem Urvertrauen eines kleinen Kindes,
der trägt einen Schatz in sich,
den ihm niemand rauben kann.

Dann wird das Leben
nicht automatisch leicht.
Der Acker bleibt ein Acker.
Die Erde bleibt schwer.
Die Suche bleibt manchmal mühsam.
Auch die Tränen verschwinden nicht einfach.
Aber mitten in allem ist da etwas,
das trägt.
Etwas, das leuchtet.
Etwas, das bleibt.

Dieser Schatz heißt:
Ich bin geliebt.
Ich bin gehalten.
Ich bin nie verloren.
Ich bin geborgen in Gott.

Wer das entdeckt,
der sieht plötzlich alles anders.
Dann wird aus Pflicht Freude.
Aus Angst wächst Vertrauen.
Aus Enge wird Weite.
Aus Getriebenheit wird Frieden.

Der Mann auf dem Acker
hält Münzen in der Hand.
Der Händler betrachtet eine Perle.
Aber der eigentliche Schatz liegt tiefer:
das erwachte Herz,
das erkennt,
was wirklich reich macht.

Vielleicht besteht der Reichtum des Glaubens
gerade darin, dass ein Mensch sagen kann:

Ich muss mein Leben
nicht selbst absichern bis ins Letzte.
Ich muss mich nicht
selbst unaufhörlich beweisen.
Ich muss nicht krampfhaft festhalten.
Denn ich habe in Gott den gefunden,
der mich zuerst gesucht hat.
Den, der mich trägt.
Den, der mich liebt.
Den, der mein Herz zur Ruhe bringt.

Selig der Mensch,
der diesen Schatz entdeckt.
Selig, wer Gott findet
als Liebe ohne Ende.
Selig, wer ihm glaubt
wie ein Kind
den Armen von Vater und Mutter glaubt.
Denn dieser Mensch ist reich -
nicht nur irgendwann,
nicht erst im Himmel,
sondern schon jetzt,
mitten auf dem Acker seines Lebens.

Reich Gottes - der kostbarste Schatz