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Wo das Licht kommt, weicht der Schatten. Wo das Gute kommt, weicht das Böse.
Bildmeditation
Schau auf diese Landschaft.
Weite Wiesen liegen im warmen Licht der Sonne.
Die Hügel leuchten.
Die Bäume werfen lange Schatten.
Alles wirkt still,
friedlich, getragen vom Licht.
Doch ist da auch Schatten.
Ein Teil der Landschaft liegt im Dunkeln.
Nicht, weil die Erde dort anders wäre.
Nicht, weil der Boden dort schlechter wäre.
Nur eine Wolke schiebt sich vor die Sonne.
Mehr ist es nicht.
Der Schatten hat keine eigene Quelle.
Er entsteht nur dort,
wo das Licht im Moment nicht hinkommt.
Und sobald die Wolke weiterzieht
oder sich auflöst,
im selben Augenblick
fällt wieder Licht auf diesen Ort.
Der Schatten verschwindet.
So ist es auch mit dem Guten
und dem Bösen in unserer Welt.
Das Gute ist wie das Sonnenlicht.
Es hat eine Quelle.
Diese Quelle ist Gott.
Gottes Liebe,
Gottes Güte,
Gottes Barmherzigkeit,
Gottes Frieden
sind wie die Sonne über dieser Landschaft.
Das Böse ist wie der Schatten.
Es hat keine eigene Quelle.
Es entsteht dort,
wo das Licht der Liebe gerade verdeckt ist.
Wo eine Wolke aus Angst,
aus Hass,
aus Verletzung,
aus Gleichgültigkeit
zwischen Gott und den Menschen steht.
Doch so wie die Sonne
hinter der Wolke weiter scheint,
so hört auch Gottes Liebe
niemals auf zu leuchten.
Und manchmal genügt schon
ein kleiner Windstoß.
Ein Wort der Güte.
Ein Akt der Vergebung und der Versöhnung.
Ein Mensch, der sich entscheidet zu lieben.
Dann zieht die Wolke weiter.
Und im nächsten Moment
fällt wieder Licht auf das,
was eben noch im Schatten lag.