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Sünde wider den Heiligen Geist - Wenn das Licht Finsternis genannt wird
Text: Matthäusevangelium 12, 30–32 - Übersetzung: Das Buch
30 Wer nicht zu mir steht, der ist gegen mich. Wer nicht mit mir zusammenarbeitet, der macht alles nur kaputt. 31 Deshalb sage ich euch: Für alle Sünden, die ein Mensch nur tun kann, ja, sogar für die schlimmste Gotteslästerung, kann er Vergebung finden. Wenn aber einer das, was Gott durch seinen Geist tut, gering schätzt oder verspottet, dann kann er dafür keine Vergebung finden. 32 Wenn einer gegen den von Gott gesandten Menschensohn spricht, dann kann er dafür Vergebung finden. Wenn aber einer sich endgültig verschließt für das, was Gottes Geist in dieser Welt bewirkt, dann gibt es keine Vergebung dafür. Er hat sich selbst von Gottes Handeln abgeschnitten. Hier fällt eine grundlegende Entscheidung. Ihr könnt nur auf einer von zwei Seiten stehen.
Bildmeditation
Die Sünde wider den Heiligen Geist ('Lästerung des Gottesgeistes') ist nach christlichem Verständnis eine Sünde, bei der ein offenkundiges Wirken des Heiligen Geistes dem Bösen bzw. dem Teufel zugerechnet wird.
Genau darin besteht das Gericht: Er, das Licht, ist in diese Welt gekommen. Aber die Menschen haben sich für die Dunkelheit entschieden. Die gefiel ihnen besser als das Licht. (Johannesevangelium 3, 19)
Draußen scheint die Sonne.
Du stehst in einem dunklen Raum.
Die Tür ist von innen verriegelt.
Die Fensterläden sind verschlossen.
Ein feiner Streifen Helligkeit
fällt durch die Ritze.
Dieses Bild kann ein Gleichnis sein
für das Wort Jesu
von der Sünde gegen den Heiligen Geist.
Die Tür ist das Herz.
Der Geist Gottes
ist wie das Sonnenlicht draußen.
Die Sünde gegen den Gottesgeist
beginnt nicht mit Schwäche.
Nicht mit Zweifel.
Nicht mit Versagen.
Sie beginnt dort, wo ich das Licht sehe -
und behaupte: 'Das ist Finsternis.'
Wo ich Gutes erfahre -
und nenne es Böses.
Wo ich Heilung erlebe -
und erkläre: 'Das kommt vom Bösen.'
In diesem Raum ist es nicht dunkel,
weil draußen die Sonne nicht scheint.
Es ist dunkel, weil von innen verriegelt wurde.
Die Tragik dieses Bildes
ist nicht die Dunkelheit.
Dunkelheit ist nur das Fehlen von Licht.
Die Tragik ist die Entscheidung,
das Licht nicht hereinzulassen.
Doch schau genau:
Das Licht gibt nicht auf.
Es findet selbst durch kleinste Spalten seinen Weg.
Solange ein Spalt da ist, ist Hoffnung da.
Solange ein Mensch noch fragt,
noch zweifelt, noch ringt -
ist der Geist bereits am Werk.