Der Himmel ist in mir
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Bild: Dieses Kind hat nichts und hat doch alles

Der Himmel ist in mir - oder: Dieses Kind hat nichts und hat doch alles

Text: Matthäusevangelium 19, 13–15 - Elberfelder Bibel

13 Dann wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er ihnen die Hände auflegte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. 14 Jesus aber sprach: Lasst die Kinder, und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen! Denn solchen gehört das Reich der Himmel. 15 Und er legte ihnen die Hände auf und ging von dort weg.

Gottes Wort ist unseres Fußes Leuchte und Licht auf unserem Weg

"Halt an, wo läufst du hin, der Himmel ist in dir; suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für."

Dieser Sinnspruch stammt von Angelus Silesius (= der schlesische Engel), einem deutschen Arzt, Priester, Dichter und Mystiker (1624-1677).

'Du fehlst ihn für und für' bedeutet: Du verfehlst ihn für immer.

Wir erinnern uns an Erfahrungen des Kindseins in unserer Kindheit. Als Erstes fällt uns der kindliche Glaube an die heile Welt ein. Wir glaubten, dass alles gut ist. Wir erlebten Unbeschwertheit in der Art eines Kindes. Glückselige Freude wohnte in unserem Herzen. Wir entsinnen uns des ganz von Entzücken und Begeisterung erfüllten Staunens über Schönes, Lichtes, Leuchtendes, zum Beispiel über den Lichterbaum an Weihnachten.

Nicht vergessen haben wir unser kindliches Urvertrauen auf unsere Eltern und das innige Liebhaben mit ihnen und unseren Geschwistern. Im Gedächtnis haben wir unsere kindhafte Neugier. Wie schön war es, Neues zu entdecken, zu erforschen, kennenzulernen und das erste Mal zu erfahren: Das weiß ich auch schon. Das kann ich auch schon. Unzählige Male haben wir gefragt: Warum denn? Warum ist das so? Was ist denn das? Die Freude am Lernen kannte keine Grenzen.

Gerne denken wir zurück an unser Leben im Augenblick, wenn wir zum Beispiel ins Spiel versunken waren, ganz eins mit uns selbst. Und die Welt um uns war völlig ausgeblendet. In lebendiger Erinnerung ist uns unsere kindliche Offenheit und Natürlichkeit. Mutig waren wir, wie wir waren, ohne Verstellung, ohne Scham, ohne Schuldgefühle, ohne Reue. Wir trugen keine unsichtbaren Masken.

Im Kindsein unserer Kindheit haben wir in uns die kostbarsten Schätze erfahren: Himmel, reine, ungetrübte Lebensfreude, Frieden pur, das Gefühl von grenzenloser Freiheit, ehrliches Geliebtsein um unserer selbst willen, wunderbare Geborgenheit, angstfreie Sicherheit.