Wähle das Leben
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Ein Tor.
Kein gewaltiger Triumphbogen, kein breiter, bequemer Eingang,
sondern eine schmale Pforte.
Über ihr steht in klaren Lettern:
WÄHLE DAS LEBEN.

Der goldene Schein, der aus dem Inneren hervorleuchtet,
lädt ein.
Nicht laut, er ruft nicht nach der Menge.
Er spricht leise - aber eindeutig.
Es ist ein Ruf, der nur an dich gerichtet ist.
Dieses Tor ist eng.
Hier kannst du nicht mit dem, was dich festhält, hindurchgehen.
Du kannst nicht die ganze Welt mitnehmen,
nicht die Erwartungen anderer,
nicht die Masken und Sicherheiten.
Hier muss jeder allein hindurch.

Auch der Weg dahinter ist kein breiter Boulevard.
Es ist ein schmaler Pfad.
Einer, den kein anderer für dich gehen kann.
Niemand kann deine Schritte übernehmen,
niemand kann die Entscheidung an deiner Stelle treffen.

Jesus ist diesen Weg selbst gegangen.
In seiner Bergpredigt hat er ihn beschrieben:
den Weg der Sanftmut, des Friedens,
der Barmherzigkeit, der Vergebung,
des Verzichts auf Gewalt, der Wahrhaftigkeit, der Feindesliebe,
kein Anklagen, kein Richten, kein Verurteilen.

Es ist kein leichter Weg. Er fordert. Er konfrontiert.
Er führt dich durch enge Stellen, durch Dunkel und Licht.
Aber es ist der Weg, der zum Leben führt.
Zum wahren, erfüllten, lebendigen Leben.
Heute steht dieses Tor auch vor dir.
Nicht als Drohung, sondern als Einladung.
Nicht als Zwang, sondern als Verheißung.

Wähle das Leben.
Wähle den Weg, den niemand für dich gehen kann.
Wähle die Enge, die in die Weite führt.
Wähle den Schritt über die Schwelle -
und beginne zu leben.

Wähle das Leben - Keine einmalige Handlung, sondern ein Lebensweg

Text: Matthäusevangelium 7, 13–14 - Übersetzung: Das Buch

13 Sucht nicht den einfachen und bequemen Weg, sondern tretet durch die enge Tür ein! Es stimmt schon, es gibt ein sehr breites Tor, durch das man einfach hindurchschreiten kann. Und es gibt einen breiten Weg, der keine Widerstände bietet. Und doch führt er zum Verderben, weit weg von Gott. Sehr viele Menschen haben dieses Tor gewählt und bewegen sich auf diesem breiten Weg. 14 Doch die Tür ist eng und der Weg ist schmal, der zum wahren Leben führt. Wie wenige sind es, die ihn finden!

Text: 5. Mose 30, 15–19 - Übersetzung: Gute Nachricht Bibel

15 'Ich stelle euch heute vor die Wahl zwischen Glück und Unglück, zwischen Leben und Tod. 16 Wenn ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, befolgt, die ich euch heute verkündet habe, wenn ihr den HERRN liebt und seinen Weisungen folgt, seine Anordnungen, Gebote und Rechtsbestimmungen genau beachtet, werdet ihr am Leben bleiben und immer zahlreicher werden. Der HERR, euer Gott, wird euch dann segnen in dem Land, das ihr jetzt in Besitz nehmt. 17 Aber wenn ihr euch vom HERRN abwendet und ihm nicht mehr gehorcht, sondern euch dazu verleiten lasst, andere Götter anzubeten und ihnen zu dienen, 18 werdet ihr untergehen. Ihr werdet dann nicht lange in dem Land leben, in das ihr kommt, wenn ihr nun den Jordan überschreitet. Das lasst euch gesagt sein! 19 Himmel und Erde sind meine Zeugen: Ich habe euch heute Segen und Fluch, Leben und Tod vor Augen gestellt. Wählt das Leben, damit ihr am Leben bleibt, ihr und eure Nachkommen!'

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht

Vor uns liegt ein Tor. Kein prunkvoller Eingang, keine breite Straße, auf der sich Massen bequem hindurchschieben. Nein: eine schmale Pforte. Über ihr steht schlicht, aber kraftvoll: 'WÄHLE DAS LEBEN'. Dieses Tor ist kein Symbol für Beliebigkeit oder Bequemlichkeit. Es ist ein Ruf. Ein Ruf, der an jeden einzelnen von uns gerichtet ist.

Jesus spricht in der Bergpredigt: 'Geht durch die enge Pforte! Denn weit ist das Tor und breit der Weg, der ins Verderben führt, und viele gehen ihn. Aber eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und nur wenige finden ihn.'

Der breite Weg lockt: leicht, bequem, angepasst. Er verlangt keine Entscheidung, keinen inneren Schritt. 'Man' schwimmt einfach mit dem Strom. 'Man' trägt die Erwartungen anderer, den Ballast des Alltags, die Sicherheiten und Masken - und bemerkt kaum, wohin der Weg führt.

Die schmale Pforte dagegen konfrontiert uns. Sie ist so eng, dass wir vieles ablegen müssen, was uns bisher selbstverständlich erschien. Niemand kann uns hindurchtragen. Jeder Mensch muss selbst die Schwelle überschreiten. Glaube ist keine Zuschauerveranstaltung. Er beginnt dort, wo ein Mensch innerlich Ja sagt - bewusst, eigenverantwortlich, persönlich.

Auch der Weg hinter der Pforte ist kein Spaziergang. Er ist herausfordernd. Es ist der Weg, den Jesus in der Bergpredigt beschreibt:
- der Weg der Barmherzigkeit statt der Selbstgerechtigkeit,
- der Weg der Sanftmut statt der Härte,
- der Weg des Friedens statt des Hasses,
- der Weg der inneren Wahrhaftigkeit statt der Fassade.

Jesus selbst ist diesen Weg gegangen. Er lädt uns nicht ein, eine Religion zu konsumieren, sondern seinen Weg zu leben. Schritt für Schritt. Mit offenen Augen. Mit einem offenen Herzen.

Dieses Tor steht nicht nur irgendwo in ferner Zukunft - es steht heute vor uns. Jeder kann hindurchgehen. Aber niemand kann es für einen anderen tun.

Der goldene Schein hinter dem Tor ist keine Illusion, sondern ein Bild für das Leben, das wächst, wenn wir uns auf Jesu Weg einlassen: ein Leben in Tiefe, Freiheit und Frieden.

Darum lautet die Einladung dieses Evangeliums:
Wähle das Leben.
Wähle den Weg, der nicht bequem, aber wahr ist.
Wähle die Pforte, die eng ist - und doch in die Weite führt.
Wähle den Weg Jesu - den Weg zum erfüllten Leben.