Religiöse Leistungen können Gottesbeziehung nicht ersetzen
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Religiöse Leistungen können Gottesbeziehung nicht ersetzen - Nicht alles, was im Namen Gottes geschieht, geschieht aus Gott

Text: Matthäusevangelium 7, 21-23 - Übersetzung: Das Buch

21 Längst nicht alle, die mich mit feierlichen Worten anrufen und 'Herr, Herr!' sagen, werden Anteil haben an der neuen Wirklichkeit Gottes. Aber wer den Willen meines Vaters, der über allem thront, tut, der wird erleben, wie Gottes gute Herrschaft anbricht. 22 An dem Tag werden viele zu mir sagen: 'Herr, Herr! Wir haben doch großartige Dinge verkündet in deinem Namen, ja sogar prophetisch geredet! Wir haben doch die zerstörerischen Geister vertrieben in deinem Namen! Wir haben doch kraftvolle Wunder bewirkt in deinem Namen!' 23 Doch dann werde ich ihnen feierlich erklären: 'Ich kenne euch überhaupt nicht! Ihr und ich, wir hatten noch nie etwas miteinander zu tun! Weg mit euch! Denn ihr habt in Wirklichkeit das getan, was Gottes Willen genau entgegengesetzt ist.'

Gottes Wort ist Licht auf unserem Weg

Er hatte den Schlüssel immer bei sich. Einen schweren Schlüsselbund. Haustür. Bürotür. Lagerräume. Alles dabei. Seit Jahren arbeitete er in diesem Gebäude. Er kannte die Abläufe. Wusste, wann das Licht automatisch ausging. Wo es zog im Winter. Wo man leise sein musste.

An diesem Abend wollte er noch einmal hinein. Nur kurz. Ein paar Unterlagen holen. Er wollte aufschließen und bekam den Schlüssel nicht ins Schloss. Noch einmal. Ein anderer Schlüssel. Noch einer. Nichts. Er drückte auf die Klingel. Ein Mann öffnete - ein neuer Hausmeister. 'Kann ich Ihnen helfen?' 'Ich gehöre hierher', sagte er. 'Ich arbeite hier. Schon lange.' Der Hausmeister schüttelte den Kopf. 'Tut mir leid. Ich kenne Sie nicht.' 'Aber ...', sagte er. 'Ich habe doch ... Ich war doch ... Ich kenne doch alles hier!' Der Hausmeister blieb ruhig. 'Mag sein. Aber Sie gehören nicht dazu.'

Er ging. Mit dem Schlüsselbund in der Hand. Schwer. Und plötzlich völlig nutzlos.

'Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Himmelreich kommen.'

Jesus spricht diese Worte nicht zu Gegnern. Nicht zu Spöttern. Nicht zu denen, die Gott bewusst ablehnen. Er spricht sie zu Menschen, die beten, die fromm handeln, die im Außen viele religiöse Leistungen vollbringen, die sich selbst für nahe bei Gott halten.

Man kann 'Herr, Herr' sagen und doch an Gott vorbeileben. Man kann viel für Gott tun und dabei in seinem Herzen Gott fern stehen.

Jesus sagt nicht: Ihr habt zu wenig geglaubt. Ihr habt zu wenig geleistet. Ihr habt zu wenig geopfert. Er sagt: 'Ihr habt den Willen meines Vaters nicht getan.' Und Gottes Willen hat Jesus entfaltet in der Bergpredigt:
Barmherzig sein.
Aufrichtig leben.
Gewaltfrei reden und handeln.
Nicht nur die lieben, die leicht zu lieben sind.
Nicht nur beten, sondern vergeben.

Religiöse Aktivität ist kein Ersatz für Gottesbeziehung.

'Ich habe euch nie gekannt' - Dieses Wort trifft nicht die Schwachen. Es trifft nicht die Zweifelnden. Es trifft nicht die Suchenden. Es trifft die, die mit Gott nicht im Innen in Beziehung stehen, die sich nicht von ihm berühren lassen, die auf ihn nicht wirklich vertrauen.

Diese Worte Jesu sind keine Drohung. Sie sind eine Einladung mit dem mütterlich und väterlich ewig Liebenden in inniger, vertrauensvoller Verbindung zu leben und in Verbindung mit ihm sein Reich leben zu lernen.