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Manchmal halte ich etwas Kostbares in den Händen -
zerbrechlich wie eine Perle,
geboren aus Tiefe und Dunkel.
Es ist ein Stück meiner Wahrheit,
meiner Würde, meines Glaubens.
Doch nicht jeder Ort, nicht jede Stunde,
nicht jedes Gegenüber
kann dieses Kostbare verstehen,
achten oder schützen.
So lehrt mich Jesus:
Wähle weise, wohin du dein Innerstes legst.
Nicht aus Angst,
sondern aus Liebe zu dem, was dir anvertraut ist.
Denn Heiliges will gehütet werden.
Und manchmal besteht Mut nicht im Teilen,
sondern im behutsamen Bewahren.
Damit das Wertvolle in mir nicht zertreten wird,
sondern wachsen kann.
Das Kostbare in mir braucht nicht die Zustimmung der Welt. - Es genügt, dass ich es achte.
Text: Matthäusevangelium 7, 6 - Übersetzung: Das Buch
6 Ich warne euch: Werft die kostbaren Geschenke, die Gott euch gegeben hat, nicht den Hunden hin! Und werft auch nicht die Perlen, die er euch anvertraut hat, vor die Schweine! Denn die trampeln sowieso nur darauf herum und am Ende drehen sie sich noch um, greifen euch an und zerfleischen euch!
Gottes Wort verschafft mir Orientierung
'Werft das Heilige nicht den Hunden hin und eure Perlen nicht vor die Schweine, damit sie diese nicht zertreten und sich gegen euch wenden.'
Auf den ersten Blick klingt dieser Satz Jesu schroff, ja sogar verletzend. Er spricht von Hunden und Schweinen, von Zertreten und Zerfleischen. Doch hinter diesen Worten verbirgt sich keine Verachtung, sondern ein tiefer Schutzgedanke: Jesus ruft uns dazu auf, mit dem Kostbarsten in uns behutsam umzugehen.
Wir tragen in uns etwas, das niemand sehen kann und doch unendlich wertvoll ist: eine Sehnsucht, ein inneres Licht, eine zarte Gewissheit. Es können Erfahrungen sein, die wir im Gebet, in schweren Stunden oder in Momenten großer Klarheit empfangen haben. Es sind unsere Perlen - das Heilige, das Gott in unser Herz gelegt hat.
Diese Perlen sind nicht laut, sie brauchen keinen Beifall. Sie sind still, zerbrechlich und zugleich von unermesslichem Wert. Darum mahnt Jesus: Trage das Heilige nicht dorthin, wo es nicht verstanden werden kann. Öffne dein Herz nicht wahllos. Es gibt Menschen und Situationen, in denen das Kostbare verspottet, zerredet oder entwertet wird. Und nicht selten kommt danach der Schmerz - wie ein Messer in die Seele.
Jesus sagt damit nicht: Zieh dich zurück und verschließe dein Herz. Er sagt: Unterscheide. Sei wachsam, wem du dein Innerstes anvertraust. Das Heilige gedeiht dort, wo es geachtet wird. Nicht jeder Boden ist fruchtbar. Manches muss im Verborgenen wachsen, bis seine Zeit gekommen ist.
Auch im geistlichen Leben gilt: Schutz ist nicht Egoismus, sondern Ausdruck von Liebe zu sich selbst. Wer die Perlen bewahrt, schützt die Quelle, aus der sie kommen. Wer sie sorglos preisgibt, riskiert, dass ihr Glanz verloren geht.
Darum: Hüte das, was Gott in dein Herz gelegt hat. Vertraue es nicht jenen an, die nur darüber lachen oder es zertreten würden. Suche die Orte und Menschen, die das Heilige erkennen und achten. Und warte, bis der richtige Moment gekommen ist, damit das, was leise in dir wächst, Frucht tragen kann.
'Bewahre das Heilige in dir, damit es nicht verschwindet. Hüte die Perlen in dir, damit sie glänzen können. Achte auf das Licht in dir - und teile es mit Bedacht.'