Beschlossene Sache
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Eine Gruppe von Männern,
gekleidet in die traditionellen Gewänder
der jüdischen Religionsbehörde,
lange Bärte, ernste Gesichter, dunkle Kopfbedeckungen.
Die Szene wirkt wie eingefroren
in einem Moment höchster Spannung.
Jeder Blick, jede Geste ist geladen.
Sie stehen dicht beieinander, kein Raum für Zweifel,
kein Platz für Gnade.
Im Hintergrund hat einer die Fäuste erhoben.
Es ist kein triumphierender Jubel,
es ist die Geste einer Entscheidung,
hart, unumstößlich,
scheinbar gerechtfertigt im eigenen Denken.
Andere blicken entschlossen,
einer zeigt mit dem Finger, als würde er sagen:
'Da liegt die Schuld. Wir müssen handeln.'
Im oberen Bildbereich steht in klarer Schrift:
'THIS JESUS MUST DIE'
- kein Zitat, keine Diskussion, sondern ein Urteil.
Und doch: Wer länger hinschaut,
erkennt nicht nur Entschlossenheit,
sondern auch innere Zerrissenheit.
Die Gesichter verraten nicht bloß Zorn,
sondern auch Sorge, Angst vor Kontrollverlust,
vielleicht sogar einen Hauch von Gewissensnot.
Die Gruppe, die wie ein Symbol der Einheit erscheint,
wird zum Symbol geschlossener Weltbilder
einer Gruppe, die den Gott Israels schützen will,
aber ihn gerade darin verfehlt.
Der Mensch, um den es geht, ist gar nicht im Bild.
Und genau das verstärkt die Wirkung:
Jesus wird hier nicht gesehen, nicht gehört,
sondern lediglich zum Problem erklärt.

Beschlossene Sache

Text: Markusevangelium 8, 11-13 - Übersetzung: Elberfelder Bibel

11 Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel begehrten, um ihn zu versuchen. 12 Und er seufzte auf in seinem Geist und spricht: Was begehrt dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Nimmermehr wird diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden! 13 Und er ließ sie (stehen), stieg wieder ein und fuhr an das jenseitige Ufer.

Worte des Lebens für uns

Beschlossene Sache!

Wir werden ihn mundtot machen, bevor er unsere von Gott eingesetzten Gesetze länger noch unterwandert und unsere hochheiligen Traditionen noch weiter aufweicht.

Aus dem Weg werden ihn räumen, damit er unser von Gott auserwähltes Volk nicht mehr zur Gesetzlosigkeit verführen kann.

Was er von Gott erzählt, steht genau im Gegensatz zu dem, was unsere heiligen Bücher über Gott lehren.

Dieser da nennt sich Menschensohn und nimmt damit in Anspruch der erwartete Messias zu sein.

Gotteslästerung!

Dieser da vergibt Sünden und maßt sich damit an, Gott zu sein.

Frevel!

Unsere heiligen Sabbatgesetze durchbricht er und verleitet auch seine Jünger:innen dazu.

Himmelschreiendes Unrecht!

Dieser da ignoriert den Unterschied von rein und unrein und erklärt das Unreine für rein.

Verbrechen!

Unsere Priester und den Tempelkult stellt er in Frage.

Vergehen gegen Heiliges!

Unseren geheiligten Tempel will er niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen.

Unverzeihlich vor Gott und uns!

Mit Zöllnern, Sündern, Prostituierten und Ehebrechern gibt er sich ab, setzt sich mit ihnen gemeinsam an einen Tisch und isst mit ihnen.

Wenn er ein Rechtschaffener wäre, wüsste er, dass sie von Gott verstoßen und verflucht sind.

Dieser da hält sich nicht an unsere heiligen Fastengebote und leitet auch seine Gefolgschaft nicht dazu an.

Heute werden wir von ihm Beweise seiner göttlichen Autorität verlangen.

Wie immer er sich wieder aus der Schlinge ziehen wird, wir glauben ihm kein Wort.

Wir werden ihn bei unserem Volk unglaubwürdig machen und sagen, dass er verrückt ist und mit den Dämonen im Bund steht.

Lange schon haben wir entschieden: Dieser da muss weg!

Wir werden ihn töten.

Beschlossene Sache!