REICH GOTTES Lernen

8. Sonntag im Jahreskreis A

26. Februar 2017

Brief Jesu an mich zum Matthäusevangelium 6, 24-34

Thema: Lass los und du bist frei

Liebe ... (setze hier deinen Vornamen ein)!
Lieber ... (setze hier deinen Vornamen ein)!

Du sehnst dich nach Freiheit. In diesem Evangelium zeige ich dir einen Weg zu deiner inneren Freiheit. Diesen Weg bin ich selber gegangen. Diesen Weg zu lernen geht nicht von heute auf morgen, sondern ist eine Entwicklung für dich.

Jetzt leite ich dich zu einer Übung in mehreren Schritten an, die du immer wieder einmal ausführen kannst. Du nimmst dir dazu genügend Zeit.

In einem ersten Schritt hörst und spürst du in dein Herz und gehst in Ruhe und Stille diesen Fragen nach:

Was halte ich fest? Woran klammere ich mich? Woran hängt mein Herz so sehr, dass ich mich davon nicht trennen kann? Was besetzt mein Herz? Was nimmt es ganz in Besitz? Was bestimmt mich und nimmt mich gefangen? Wovon bin ich abhängig? Woran bin ich gebunden? Was hat mich im Griff? Welchen Dingen oder Menschen bin ich verfallen? Wem bin ich hörig?

Danach in einem zweiten Schritt sprichst du: Jetzt schaue ich noch einmal alles bewusst an und nehme noch einmal alles an, woran ich mein Herz hänge, was mich gefangen nimmt und besetzt hält, wovon ich abhängig bin, woran ich gebunden bist, was mich fest im Griff hat, und ich umarme alles noch einmal: Alles, was ich mein nenne, alles, was von außen auf mich einströmt, mein Ego, meine Wünsche, Vorhaben und Bedürfnisse, meine Triebe und Leidenschaften, mein Streben, meine Sorgen und Ängste, meine negativen Gedanken und Gefühle, meine Erfolge, meine Leistungen, meine Geltung, meine Anerkennung, meine Zuwendung von Menschen, meine Vergangenheit, meine Verletzungen und Kränkungen, alles, was einmal war, alles, was ich einmal gedacht, gesagt und getan habe, mich selbst, die Dinge und die Menschen, an denen mein Herz hängt.

Anschließend in einem weiteren Schritt schließt du deine Hände zum Zeichen des Festhaltens und bleibst eine gute Weile in dieser Haltung. Dann öffnest du deine Hände, du machst sie ganz auf, verbleibst so und sagst: Jetzt lasse ich alles los, was ich mein nenne, alles, was von außen auf mich einströmt, mein Ego, meine Wünsche, Vorhaben und Bedürfnisse, meine Triebe und Leidenschaften, mein Streben, meine Sorgen und Ängste, meine negativen Gedanken und Gefühle, meine Erfolge, meine Leistungen, meine Geltung, meine Anerkennung, meine Zuwendung von Menschen, meine Vergangenheit, meine Verletzungen und Kränkungen, alles, was einmal war, alles, was ich einmal gedacht, gesagt und getan habe, mich selbst, die Dinge und die Menschen, an denen mein Herz hängt.

Wieder in einem weiteren Schritt redest du zu mir: Jesus, ich übergebe dir alles, was ich mein nenne, alles, was von außen auf mich einströmt, mein Ego, meine Wünsche, Vorhaben und Bedürfnisse, meine Triebe und Leidenschaften, mein Streben, meine Sorgen und Ängste, meine negativen Gedanken und Gefühle, meine Erfolge, meine Leistungen, meine Geltung, meine Anerkennung, meine Zuwendung von Menschen, meine Vergangenheit, meine Verletzungen und Kränkungen, alles, was einmal war, alles, was ich einmal gedacht, gesagt und getan habe, mich selbst, die Dinge und die Menschen, an denen mein Herz hängt.

In einem letzten Schritt hältst du deine Hände weiterhin offen und sprichst zu mir: Jesus, mit großem Vertrauen und mit tiefer Gelassenheit lasse ich mich fallen in deine Hände, in deine Gedanken, in deine Pläne, in deinen Willen, in deine Wege. Danke, Jesus, dass du weißt, was ich zum Leben wirklich brauche. Danke, Jesus, dass du mir zur rechten Zeit das Rechte gibst.

Jesus aus Nazareth