Lukasevangelium 1, 1–4 und 4, 14–30

Einheitsübersetzung neu

1 Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfüllt haben. 2 Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. 3 Nun habe auch ich mich entschlossen, nachdem ich allem von Beginn an sorgfältig nachgegangen bin, es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. 4 So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. 14 Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. 15 Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. 16 So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, 17 reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: 18 Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze 19 und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. 20 Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21 Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. 22 Alle stimmten ihm zu; sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen, und sagten: Ist das nicht Josefs Sohn? 23 Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! 24 Und er setzte hinzu: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. 25 Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. 26 Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. 27 Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. 28 Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. 29 Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. 30 Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg.

Wort-für-Wort-Übersetzung

Da nun einmal (Nachdem bekanntlich) viele versucht (unternommen) haben, in Reih und Glied zu stellen (der Reihe nach zu wiederholen; noch einmal zu vernehmen und zu erzählen) eine Erzählung (einen Bericht) über die sich bei uns erfüllt habenden Ereignisse, geradeso wie überliefert haben uns die von Anfang an Augenzeugen und Diener gewordenen des Wortes, schien auch mir Nachgegangenem von Anfang an allen genau (sorgfältig, der Reihe nach dir aufzuschreiben, hochverehrter Theophilus, damit du erkennst, über welche Lehren du unterrichtet wurdest, die Zuverlässigkeit.
Und zurückkehrte der Jesus in der Kraft des Geistes nach Galiläa. Und Kunde ging aus durch die ganze Umgebung über ihn. Und er lehrte in ihren Synagogen gepriesen (geehrt) werdend von allen. Und er kam nach Nazareth, wo er war aufgewachsen. Und er ging hinein nach dem Gewohnten ihm am Tag des Sabbats in die Synagoge und stand auf vorzulesen. Und es wurde zugereicht ihm Schriftrolle des Propheten Jesaja, und aufgerollt habend die Schriftrolle fand er die Stelle, wo war geschrieben: Geist (des) Herrn auf mir, weswegen er salbte mich, eine gute Botschaft zu bringen Armen (auf fremde Unterstützung Angewiesenen). Er hat ausgesandt mich, bekannt zu machen (laut und in der Öffentlichkeit zu reden) Gefangenen Freilassung und Blinden Wiedererlangung des Sehens, auszusenden Gebrochene (Bedrückte, Entkräftete, Niedergebeugte) in Freiheit (Entlassung), bekannt zu machen (laut verkündigen) ein Jahr (des) Herrn ein angenehmes. Und zusammengerollt habend die Schriftrolle übergeben habend dem Diener setzte er sich. Und aller Augen in der Synagoge waren gespannt blickend auf ihn. Er begann aber zu sagen zu ihnen: Heute ist erfüllt diese Schriftstelle in Gegenwart von euren Ohren. Und alle stellten ein gutes Zeugnis aus (spendeten Beifall) ihm und sie wunderten sich über die Worte der Gnade den ausgehenden aus seinem Mund und sagten: Nicht Sohn ist Josefs dieser? Und er sagte zu ihnen: Gewiss werdet ihr sagen mir dieses Gleichnis: Arzt, heile dich selbst. Wie Großes wir gehört haben Geschehenes in Kapharnaum, tu auch hier in deinem Heimatort. Er sagte aber: Amen, ich sage euch, dass kein Prophet willkommen ist in seiner Heimat. Auf Wahrheit sage ich euch: Viele Witwen waren in den Tagen Elijas in Israel, als verschlossen war der Himmel über drei Jahre und sechs Monate, so dass entstanden war großer Hunger über das ganze Land. Und zu keiner von ihnen wurde geschickt Elija außer nach Sarepta der Sidon zu einer Frau einer Witwe. Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit Elischas des Propheten. Und keiner von ihnen wurde rein gemacht außer Naaman der Syrer. Und erfüllt wurden alle von Zorn in der Synagoge hörend dieses. Und aufgestanden trieben sie hinaus ihn aus der Stadt und führten ihn bis zu einem Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, um vom Abhang hinabzustürzen ihn. Er aber hindurchgegangen durch ihre Mitte ging fort.