REICH GOTTES Lernen

Hoffen wider alle Hoffnungslosigkeit

Jesus war erfült von abgrundtiefer Hoffnung auf das Reich Gottes. Niemand und nichts konnte ihn von dieser Hoffnung abbringen. Er lebte zutiefst in dem Vertrauen, das der Apostel Paulus in seinem Brief an die Christinnen und Christen von Rom und überall auf der ganzen Welt in die Worte gefasst hat: „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns trennen von der Liebe Gottes.” (Röm 8, 38f)

Jesus hat daran festgehalten, dass seine Lebensgeschichte und die Lebensgeschichten aller Geschöpfe und die Geschichte der ganzen Welt gut ausgehen. Er war überzeugt, dass „sein Vater” und unser aller Vater für den guten Ausgang der Geschichte sorgt.

Jesus lebte in der gleichen Welt wie wir, die tagtäglich auch ein Jammertal mit Ängsten und Schmerzen, mit Not und Leid, mit finsteren Schluchten und Abgründen, mit Krankheit und Sterben ist. In seinem Herzen wohnte die Gewissheit, zu der auch der Apostel Paulus gefunden und ebenso in seinem Brief an die Christinnen und Christen Roms und der ganzen Welt ausgedrückt hat: „Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Kinder Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber auch wir ... seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Kinder offenbar werden.

Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt.” (Röm 8, 18 – 24a.28a)

Jesus hat aller Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit das Licht und das TROTZDEM der Hoffnung entgegengestellt.